Regionalzüge halten wieder in Mühlheim

Die vom Landschaftspark Junge Donau initiierte IG Donaubahn kann einen weiteren Erfolg vermelden. Ab 11. Dezember halten wieder Regionalzüge in Mühlheim an der Donau, was die Infrastruktur für den Nahverkehr spürbar verbessert. Mit dem neuen Angebot wird auch eine Forderung der IG Donaubahn erfüllt.

Endlich mehr Zugverbindungen

Reisende von und nach Mühlheim dürfen sich mit der Umstellung auf den nächsten Winterfahrplan auf spürbare Verbesserungen freuen. Ab 11. Dezember fahren die Regionalzüge der Bahn den Bahnhof wieder regelmäßig an, zehn zusätzliche Zugpaare stehen den Mühlheimern so zur Verfügung. „Das sind sehr gute Nachrichten für Mühlheim“, sagte Bürgermeister Jörg Kaltenbach bei einem Pressegespräch. Schließlich wurde der Bahnhof der Stadt seit vielen Jahren nur durch die Ringzüge bedient. Wer andere Zugverbindungen wahrnehmen wollte, musste von Tuttlingen oder Fridingen aus starten.

Brücke zum Fernverkehr

„Ab Dezember ist Mühlheim wieder an den Fernverkehr angebunden“; so Kaltenbach. Freiburg oder Ulm können nach nur knapp zweistündiger Fahrt direkt von Mühlheim aus erreicht werden. Sein Dank, so Kaltenbach, gelte daher dem Land Baden-Württemberg und der Nahverkehrsgesellschaft NVBW, die die neuen Halte in Mühlheim bei der Bahn bestellt haben.

Dezernent Michael Guse, OB Michael Beck, Bürgermeister Jörg Kaltenbach, Verbandsdirektor Marcel Herzberg

Dezernent Michael Guse, OB Michael Beck, Bürgermeister Jörg Kaltenbach, Verbandsdirektor Marcel Herzberg

Forderung der IG Donaubahn erfüllt

Mit der Neuerung wird auch eine Forderung der IG Donaubahn erfüllt. Die Aufnahme neuer Haltepunkte im Regionalverkehr gehört von Beginn an zu den Wünschen der 2014 gegründeten Interessengemeinschaft. „Wir können heute in Mühlheim einen ersten Erfolg feiern“, erklärte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck, Sprecher der IG. Ihr Hauptziel dürfe die IG dennoch nicht aus den Augen verlieren: „Der durchgängige Stundentakt zwischen Donaueschingen und Ulm bleibt unser wichtigstes Anliegen“, so Beck. Dabei sei freilich viel Geduld erforderlich: „Bei Bahnthemen ist nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.“

Beck erinnerte hier auch an seine Erfahrungen von der Gäubahn. „Hier müssen wir feststellen, dass es ein wirtschaftlich starkes Land nicht fertig bringt, innerhalb von 61 Jahren zwei Ausweichgleise zu bauen.“ Über das neue Angebot in Mühlheim freute sich auch Michael Guse, Dezernent für Wirtschaft, Kreisentwicklung und Kultur beim Landkreis Tuttlingen. Es ergänzte sich auch gut mit dem Ringzug und anderen Nahverkehrsangeboten. So sah es auch Marcel Herzberg, Geschäftsführer des Regionalverbandes und Geschäftsführer der IG Donaubahn. Nun gelte es, weiter zusammen am Thema Stundentakt zu arbeiten.